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CHARLIE McMAHON

Didj Legend

 

Charlie McMahon begann bereits im Alter von fünf Jahren Didgeridoo zu spielen. Auch ein Unfall, der ihn den rechten Unterarm kostete, konnte seine Liebe zur Musik der Ureinwohner seiner Heimat nicht ausbremsen. McMahon begleitete Stars wie Midnight Oil bei zahlreichen Auftritten und ist seit 2008 gemeinsam mit befreundeten Künstlern unter dem Namen RHYTHMORGANIZM auf Tour.

 

McMahon war dreißig und bereits als einer der ersten professionellen Didgeridoo-Spieler ohne Aborigines als Vorfahren bekannt, als er die weltweit bekannte Band Gondwanaland gründete. In dieser Gruppe spielten, was für die damalige Zeit ungewöhnlich war, Aborigines gemeinsam mit Weißen auf traditionellen und modernen Instrumenten.

 

Die Musik der australischen Ureinwohner war Weißen zuvor stets versperrt gewesen. Nachahmer wurden als Kulturfrevler empfunden und abgelehnt. McMahon erwies der Aborigine-Kultur sowohl persönlich als auch durch plagiatsfreie Kompositionen großen Respekt und konnte so viele bis heute musikalisch fruchtbare Freundschaften schließen und Partnerschaften aufbauen.

 

Mit seinem Partner Adrian Tjupurru Fabila entwickelte McMahon das umweltfreundliche, weil aus Kunststoff und nicht aus Eukalyptusbäumen hergestellte Didjeribone, auch bekannt unter Begriffen wie Sliding Didge. Weltweit schätzen immer mehr Didj-Musiker die durch den beweglichen Schaft erweiterten Spielmöglichkeiten, z.B. durch die Veränderung des Grundtons im Bereich von etwa einer Oktave. (www.didjeribone.net)

 

Mit dem leichtgewichtigen Instrument kann sich der Spieler während seines Vortrags bewegen und so seinen Ausdruck verstärken. Das in Australien produzierte Didjeribone begeisterte schnell unzählige Didj-Künstler und wird heute in die ganze Welt exportiert. Statt aus von Termiten ausgehöhltem Eukalyptusstämmen wird das innovative Instrument aus Kunststoff hergestellt.

 

Auch das Face Bass, ein seismischer Sensor, mit dem die Sounds bereits im Mund abgenommen werden, wurde 1997 von McMahon konstruiert. Mit dem Face Bass lassen sich sowohl in Verbindung mit dem klassischen Didgeridoo als auch mit dem Didjeribone völlig neue Klänge erzeugen. Die Face-Bass-Version ohne Rahmen ermöglicht den Anschluss an weitere Instrumente, wie etwa Gitarre, Violine und Schlagzeug.

 

Das eigentlich technische Gerät wird von der Musikszene nicht als ein besonderes Mikrofon sondern eher als ein neuartiges „Instrument“ wahrgenommen, da es dem Musiker mehr Freiraum, ja fast eine neue Dimension für seine Kreativität und Virtuosität eröffnet. 

 

Auch in den Zeiten, als McMahon noch ausschließlich mit dem klassischen Didgeridoo arbeitete, war er genau wie heute bekannt für seine äußerst melodischen Riffs. Sie erreichen durch McMahons Atemtechnik mit bis zu 125 Atmungen in der Minute einen einzigartigen Sound. Das Rolling Stone Magazin versuchte, McMahons unverwechselbaren Stil durch einen Vergleich mit Massive Attack und Gus Gus zu charakterisieren.

 

Auf insgesamt neun Alben und CDs präsentierte der mittlerweile fast Sechzigjährige sein Können:

„Terra Incognita“, Unbekanntes Land, hieß das 1983 erschienene erste Album mit zeitgenössischer Didj-Musik, 1985 gefolgt von „Let the Dog Out“ und „Gondwana Land“ (1987). In den nächsten Jahren beschäftigte sich McMahon mit rein instrumentalen Kompositionen, wie die „Travelling Songs“ (1994) und „Tjilatjila“ (1996) belegen.

 

1997 erschien „Xenophon“, ein Album mit programmatischem Namen, denn „xenophon“ bedeutet fremd-klingend. Die Kompositionen waren ihrer Zeit weit voraus: Sie verbanden auf geradezu revolutionäre Weise die Didj-Musik mit Dance und Electro. Mit Musikstilen also, die ihr zuvor völlig fremd waren.

 

Auf das vorerst letzte Album „Bone Man“ (2003) folgten im Jahr 2008 in Zusammenarbeit mit Reinhard Wedemeyer aus Deutschland das Didgeridoo Groove Pack. Dabei handelt es sich um eine Kompilation von Bausteinen aus Didj-Riffs und -Rhythmen in digitaler Form. Musiker aller Stilrichtungen können sie ganz leicht in ihre eigenen Kompositionen integrieren.

 

Die Aufnahmen und Auftritte McMahons, von denen einige Mitschnitte auf YouTube zu sehen und zu hören sind, umfassen eine beeindruckende Vielfalt: So begleitete er beispielsweise Janes Addiction beim “Big Day Out”, Keith Urban auf der CD “The Ranch” und The Royal Philharmonic Orchestra at The Barbican. Er spielte bei der Filmpremiere von „Mad Max 3“ und sorgte im Soundtrack von „Priscilla - Queen of the Desert“ für australische Wüstenstimmung.

 

McMahon tourte seit 1997 weltweit, unter anderem in Großbritannien, USA, Südafrika, Deutschland, Frankreich, Japan, Irland, Schweden, Dänemark und Russland.

 

 

Videos von Charlie gibt es bei www.youtube.com oder in unserem Video-Bereich

 

 

Renard

Reinhard Wedemeyer

 
He has over 10 years experience in design and media production and works on the marketing for RHYTHMORGANIZM. As Renard he is a producer and composer and works with propellerheads reason, record  and pro tools. Reinhard Wedemeyer is a didgeridoo player and singer with a classical background. He works on the samples to produce a unique rex bibliotheke with great didgeridoo and facebass sounds. He plays also the facebass and uses different techniques for live performances like mk multimedia's stomp IO or Boss RC-50 Loopstation.